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Experimentelle Forschung

  • Bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen des zentralen Nervensystems wie der Multiplen Sklerose (MS) entsteht auf dem Boden einer Autoimmmunreaktion eine chronische Gewebeschädigung des zentralen Nervensystems, die häufig bereits im jungen Erwachsenenalter auftritt und in einem erheblichen Prozentsatz mit deutlicher Minderung der Lebensqualität und verschiedensten körperlichen Einschränkungen, wie z.B. gestörter Sehfähigkeit, Verlust der Blasenkontrolle oder Einschränkung bzw. Verlust der Gehfähigkeit einhergehen kann. Leider sind die Therapieerkramkungen trotz großer Forschungsanstrengungen nur eingeschränkt oder mit potentiell schweren Nebenwirkungen behaftet. Eine Heilungsmöglichkeit existiert bis heute nicht.
    Im neuroimmunologischen Labor werden experimentelle Ansätze genutzt, um weiter führende Erkenntnisse zum Entstehungsmechanismus (Pathophysiologie) der Erkrankung zu gewinnen und auf diese Weise die Entwicklung neuer, effektiver und gleichzeitig gut verträglicher Immuntherapien zu fördern. Neben der T-Zell Immunologie stehen hierbei Untersuchungen zu antigenpräsentierenden Zellen (dendritischen Zellen, Mikroglia), sowie von Mechanismen der Myelin- und Axonschädigung im Vordergrund. Methodisch kommen eine Vielzahl unterschiedlicher Verfahren zum Einsatz.

    Neben Untersuchungen an humanen Zellinien kommt ein etabliertes Mausmodel der Multiplen Sklerose - Experimental Autoimmune Encephalomyelitis (EAE) - zur Anwendung. Im Rahmen der tierexperimentellen Forschung finden zudem unterschiedliche knock-out Mauslinien Verwendung. 

    Abgesehen der MS-Forschung liegt eine weiterer tierexperimenteller Schwerpunkt auf der Untersuchung neurodegenerativer Prozesse bei Morbus Huntington.